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Sicherheitskonzepte & Schutzmaßnahmen für Maschinen und Anlagen

juristech unterstützt Hersteller, Maschinenbauer, Anlagenbauer, Systemintegratoren, Betreiber und Umbauer bei der Entwicklung, Bewertung und Dokumentation von Sicherheitskonzepten und Schutzmaßnahmen für Maschinen, Anlagen und technische Systeme.

Ein Sicherheitskonzept verbindet Risikobeurteilung, technische Schutzmaßnahmen, funktionale Sicherheit, Betriebsarten, Zugangskonzepte, Benutzerinformationen und technische Dokumentation. Es ist damit eine wichtige Grundlage für sichere Konstruktion, CE-/UKCA-Konformität, Kundenabnahme und spätere Nachweisführung.

Besondere Bedeutung hat das Sicherheitskonzept bei sicherheitsbezogenen Steuerungsfunktionen. Wenn Schutzmaßnahmen über Sensorik, Logik und Aktorik umgesetzt werden, bildet das Sicherheitskonzept die Grundlage für die Ausführung und Bewertung der funktionalen Sicherheit nach der Normenreihe EN ISO 13849.
Typische Unterstützung:

- Entwicklung von Sicherheitskonzepten für Maschinen und Anlagen
- Ableitung von Schutzmaßnahmen aus der Risikobeurteilung
- Beschreibung von Sicherheitsfunktionen und Schutzprinzipien
- Unterstützung bei Sicherheitskonzepten als Grundlage für funktionale Sicherheit nach EN ISO 13849
- Bewertung von Schutzeinrichtungen, Zugangskonzepten, Betriebsarten und sicherheitsbezogenen Steuerungsfunktionen
- Strukturierung von Performance-Level-Anforderungen und Nachweislogik
- Unterstützung bei Schnittstellen zwischen Maschine, Steuerungstechnik, Systemintegrator und technischer Dokumentation
- Dokumentation von Restrisiken und Benutzerinformationen
- Prüfung bestehender Schutzkonzepte bei Umbau, Retrofit oder Modernisierung
- Unterstützung bei Kunden-, Audit- oder Behördenrückfragen durch Nachweisaufbereitung
Wann sind Sicherheitskonzepte & Schutzmaßnahmen erforderlich?

Sicherheitskonzepte und Schutzmaßnahmen werden erforderlich, wenn Gefährdungen an Maschinen, Anlagen oder technischen Produkten erkannt, bewertet und wirksam reduziert werden müssen. Sie sind besonders wichtig bei CE-/UKCA-Konformitätsbewertung, Risikobeurteilung, Anlagenintegration, Umbau, Retrofit und Kundenabnahmen.

Besonders relevant werden Sicherheitskonzepte, wenn Schutzmaßnahmen steuerungstechnisch umgesetzt werden. Dann müssen Sicherheitsfunktionen beschrieben, mit Gefährdungen verknüpft und als Grundlage für die Bewertung funktionaler Sicherheit nach EN ISO 13849 dokumentiert werden.

Typische Auslöser sind:
  • neue Maschinen, Sondermaschinen oder Vorrichtungen
  • automatisierte Anlagen, Roboterzellen oder Produktionslinien
  • Gesamtheiten von Maschinen und verkettete Anlagen
  • neue Betriebsarten, Wartungszugänge oder Einrichtbetrieb
  • Integration von Fördertechnik, Robotern oder Handhabungssystemen
  • sicherheitsbezogene Steuerungsfunktionen
  • Schutztüren, Lichtgitter, Laserscanner, Verriegelungen oder Not-Halt-Funktionen
  • Umbau, Retrofit oder Modernisierung bestehender Maschinen
  • unklare Schnittstellen zwischen Lieferanten, Betreiber und Systemintegrator
  • fehlende oder nicht dokumentierte Schutzmaßnahmen
  • Kundenanforderungen, Audits oder interne Freigaben
  • Aktualisierung von Risikobeurteilung und technischer Dokumentation

Ziel ist nicht nur, einzelne Schutzvorrichtungen auszuwählen. Entscheidend ist, dass Schutzmaßnahmen systematisch aus der Risikobeurteilung abgeleitet, technisch sinnvoll eingebunden und nachvollziehbar dokumentiert werden.
Was umfasst ein Sicherheitskonzept?


Der konkrete Umfang hängt von Maschine, Anlage, Automatisierungsgrad, Betriebsarten, Zugangssituationen, Steuerungstechnik und Risikobeurteilung ab. Für Maschinen und Anlagen umfasst ein Sicherheitskonzept typischerweise die folgenden Bausteine.

Ausgangslage und Schutzbedarf
Zunächst wird geklärt, welche Gefährdungen bestehen, welche Personen betroffen sind und in welchen Lebensphasen oder Betriebsarten Risiken entstehen.

Typische Inhalte:
- Beschreibung von Maschine, Anlage oder Teilbereich
- bestimmungsgemäße Verwendung
- Lebensphasen und Betriebsarten
- Benutzergruppen und Qualifikation
- Zugangssituationen
- relevante Gefährdungen aus der Risikobeurteilung
- vorhandene Schutzmaßnahmen und offene Punkte
- Schnittstellen zu anderen Maschinen, Anlagenbereichen oder Steuerungssystemen
Inhärent sichere Konstruktion
Bevor zusätzliche Schutzvorrichtungen vorgesehen werden, sollte geprüft werden, ob Gefährdungen konstruktiv vermieden oder reduziert werden können.

Typische Inhalte:
- Reduzierung gefährlicher Bewegungen
- Begrenzung von Kräften, Geschwindigkeiten oder Energien
- sichere Anordnung von Bauteilen
- Vermeidung von Quetsch-, Scher- und Einzugsstellen
- konstruktive Begrenzung von Zugängen
- Verringerung gefährlicher Eingriffe durch Layout oder Prozessgestaltung
- Vermeidung unnötiger Eingriffe in Gefahrenbereiche
Technische Schutzmaßnahmen
Wenn Risiken konstruktiv nicht ausreichend reduziert werden können, werden geeignete technische Schutzmaßnahmen betrachtet und dokumentiert.

Typische Inhalte:
- trennende Schutzeinrichtungen
- bewegliche Schutzeinrichtungen mit Verriegelung
- Lichtgitter, Laserscanner oder sensitive Schutzeinrichtungen
- Zweihandbedienung
- Not-Halt-Einrichtungen
- Schutztüren und Zugangssicherung
- sichere Abschaltung oder sichere Geschwindigkeiten
- ergänzende Schutzeinrichtungen für Wartung und Einrichtung
- Schutzmaßnahmen an Schnittstellen zu anderen Maschinen oder Anlagenbereichen
Zugangskonzepte und Betriebsarten
Viele Sicherheitsfragen entstehen nicht im Automatikbetrieb, sondern bei Einrichten, Störungssuche, Wartung, Reinigung oder Instandhaltung. Diese Situationen müssen im Sicherheitskonzept berücksichtigt werden.

Typische Inhalte:
- Automatikbetrieb
- Einrichtbetrieb
- Handbetrieb
- Wartungs- und Reinigungsbetrieb
- Störungssuche
- Zugang zu Gefahrenbereichen
- Schlüsseltransfersysteme oder Berechtigungskonzepte
- sichere Sonderbetriebsarten
- Freigabe-, Zustimm- und Quittierkonzepte
- Abschaltmatrix
- LoTo(To)-Verfahren
Funktionale Sicherheit nach EN ISO 13849
Sicherheitskonzepte sind eine wichtige Grundlage für die Ausführung und Bewertung funktionaler Sicherheit. Wenn Sicherheitsfunktionen über steuerungstechnische Maßnahmen umgesetzt werden, müssen diese Funktionen beschrieben, abgegrenzt und mit der Risikobeurteilung verknüpft werden.

Im Maschinen- und Anlagenbau erfolgt diese Betrachtung häufig auf Basis der Normenreihe EN ISO 13849. Dabei geht es unter anderem darum, Sicherheitsfunktionen zu definieren, das erforderliche Performance Level zu bestimmen, sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen zu betrachten und die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.

Typische Inhalte:
- Beschreibung der Sicherheitsfunktionen
- Bezug zwischen Gefährdung, Schutzmaßnahme und Sicherheitsfunktion
- Ermittlung oder Plausibilisierung des erforderlichen Performance Level
- Zuordnung sicherheitsbezogener Teile von Steuerungen
- Schnittstellen zu Sensorik, Logik und Aktorik
- Zusammenhang zwischen Schutzeinrichtung und Maschinenreaktion
- Bezug zu Betriebsarten, Zugangskonzepten und Schutzeinrichtungen
- Anforderungen an Verifikation und Validierung
- Dokumentationsstruktur für funktionale Sicherheit
- Schnittstellen zu SISTEMA-, Hersteller- oder Integratornachweisen
- Abstimmung mit Steuerungstechnik, Systemintegrator oder Maschinenhersteller

juristech unterstützt bei der konzeptionellen Strukturierung, Beschreibung, Dokumentation und Nachweisaufbereitung im Zusammenhang mit funktionaler Sicherheit. Die konkrete Auslegung, Berechnung, Verifikation und Validierung sicherheitsbezogener Steuerungsfunktionen erfolgt projektabhängig durch die dafür verantwortlichen Fachstellen oder Systemlieferanten.

Sicherheitsbezogene Steuerungsfunktionen
Sicherheitsfunktionen müssen technisch beschrieben und mit Schutzmaßnahmen, Risikobeurteilung und Dokumentation abgestimmt werden. Dadurch wird nachvollziehbar, welche Gefährdung durch welche Sicherheitsfunktion reduziert werden soll und welche Reaktion der Maschine erwartet wird.

Typische Inhalte:
- sichere Abschaltung
- Stillsetzen gefährlicher Bewegungen
- Verriegelungsfunktionen
- Not-Halt-Funktionen
- Betriebsartenwahl
- sichere reduzierte Geschwindigkeit
- Schutzbereichsüberwachung
- Zustimmtaster oder Freigabefunktionen
- Wiederanlaufschutz
- Anforderungen an Testung, Diagnose und Validierung
- Bezug zu Performance Level und Nachweisführung
Organisatorische Maßnahmen und Benutzerinformationen
Nicht alle Risiken lassen sich vollständig technisch beseitigen. Verbleibende Restrisiken müssen dokumentiert und über Betriebsanleitung, Kennzeichnung, Schulung oder organisatorische Maßnahmen berücksichtigt werden.

Typische Inhalte:
- Restrisikohinweise
- Warnhinweise
- Anforderungen an persönliche Schutzausrüstung
- Qualifikationsanforderungen
- Wartungs- und Prüfhinweise
- Betriebsanleitung
- Unterweisung und Schulung
- organisatorische Regeln für Betreiber
- Hinweise für regelmäßige Prüfungen oder Instandhaltung
Dokumentation des Sicherheitskonzepts
Das Sicherheitskonzept muss so dokumentiert werden, dass Entscheidungen später nachvollziehbar bleiben und mit Risikobeurteilung, funktionaler Sicherheit, Betriebsanleitung, technischer Dokumentation und Konformitätserklärung zusammenpassen.

Typische Inhalte:
- Schutzkonzeptbeschreibung
- Maßnahmenübersicht
- Bezug zur Risikobeurteilung
- Beschreibung von Sicherheitsfunktionen
- Performance-Level-Anforderungen
- Layouts oder Skizzen
- Schnittstellenliste
- offene Punkte und Maßnahmenplan
- Bezug zu Betriebsanleitung und Benutzerinformationen
- Nachweisstruktur für technische Dokumentation
So läuft die Zusammenarbeit ab

Welche Ergebnisse erhalten Sie?

Je nach Projektumfang erhalten Sie eine oder mehrere der folgenden Grundlagen:

Sicherheitskonzept für Maschine, Anlage oder Teilbereich
Übersicht vorhandener und erforderlicher Schutzmaßnahmen
Bewertung von Zugangskonzepten und Betriebsarten
Maßnahmenliste zur Risikominderung
Zuordnung von Schutzmaßnahmen zu Gefährdungen
Beschreibung sicherheitsbezogener Steuerungsfunktionen
Zuordnung von Sicherheitsfunktionen zu Gefährdungen und Schutzmaßnahmen
Grundlage für die weitere Bewertung funktionaler Sicherheit nach EN ISO 13849
Dokumentationsstruktur für Performance Level, Sicherheitsfunktionen und Nachweise
Schnittstellenübersicht für Steuerungstechnik, Systemintegrator und technische Dokumentation
Hinweise zu Restrisiken und Benutzerinformationen
Schnittstellenbewertung bei Anlagen und Maschinenverbünden
Lückenliste bei vorhandenen Schutzkonzepten
Maßnahmenplan für offene sicherheitstechnische Punkte
Bezug zu Risikobeurteilung, Betriebsanleitung und technischer Dokumentation
Nachweisstruktur für Kundenabnahme, Audit oder Behördenrückfragen

Das Ziel ist ein Sicherheitskonzept, das nicht isoliert neben der Dokumentation steht, sondern mit Risikobeurteilung, funktionaler Sicherheit, technischer Umsetzung und CE-/UKCA-Konformitätsbewertung zusammenpasst.

Typische Praxisbeispiele
Die folgenden Beispiele zeigen anonymisierte Projektsituationen. Aus Gründen der Vertraulichkeit werden keine Kundennamen oder produktspezifischen Details genannt.
Beispielprojekte (anonymisiert)
Abgrenzung und Verantwortung

juristech unterstützt bei technischer Bewertung, Sicherheitskonzept, Schutzmaßnahmen, Beschreibung von Sicherheitsfunktionen, Dokumentationsstruktur und Nachweisaufbereitung im Zusammenhang mit funktionaler Sicherheit.

Die Verantwortung für technische Umsetzung, Auswahl sicherheitsbezogener Komponenten, Berechnung des erreichten Performance Level, Verifikation, Validierung und Prüfung sicherheitsbezogener Steuerungsfunktionen bleibt grundsätzlich beim Hersteller, Systemintegrator, Steuerungsbauer oder jeweils verantwortlichen Wirtschaftsakteur.

Ein Sicherheitskonzept ersetzt keine abschließende Validierung nach EN ISO 13849, keine Prüfung durch befähigte Personen oder zugelassene Stellen und keine anwaltliche Rechtsberatung oder Vertretung in rechtlichen Streitigkeiten.
Warum juristech?
Vorteil 1
Verbindung von Risikobeurteilung und Umsetzung

Sicherheitskonzepte entstehen aus der Risikobeurteilung. juristech sorgt dafür, dass Gefährdungen, Maßnahmen, Restrisiken, Sicherheitsfunktionen und Dokumentation nachvollziehbar zusammenhängen.
Vorteil 2
Grundlage für funktionale Sicherheit

Wenn Schutzmaßnahmen steuerungstechnisch umgesetzt werden, bildet das Sicherheitskonzept eine wichtige Grundlage für die Bewertung funktionaler Sicherheit nach EN ISO 13849.
Vorteil 3
Praxisnahe Schutzmaßnahmen

Ziel ist kein abstraktes Sicherheitsdokument, sondern eine verwendbare Grundlage für Konstruktion, Steuerungstechnik, Dokumentation, Abnahme und Betrieb.
Vorteil 4
Erfahrung mit Maschinen und Anlagen

Unser Schwerpunkt liegt auf Maschinenbau, Anlagenbau, Automatisierung, technischen Produkten, Umbauten und komplexen Schnittstellen.
Vorteil 5
Struktur für mehrere Beteiligte

Bei Anlagenprojekten arbeiten Hersteller, Betreiber, Umbauer, Lieferanten, Steuerungsbauer und Systemintegratoren zusammen. juristech hilft, Schutzmaßnahmen, Schnittstellen, Sicherheitsfunktionen und Verantwortlichkeiten zu strukturieren.
Vorteil 6
Anschlussfähig für technische Dokumentation

Die Ergebnisse sind so aufgebaut, dass sie in Risikobeurteilung, Betriebsanleitung, technische Dokumentation, Nachweisführung und Konformitätserklärung weiterverwendet werden können.
Häufige Fragen zu Sicherheitskonzepten & Schutzmaßnahmen

Was ist der Unterschied zwischen Risikobeurteilung und Sicherheitskonzept?
Die Risikobeurteilung identifiziert und bewertet Gefährdungen und Risiken. Das Sicherheitskonzept beschreibt, mit welchen technischen, organisatorischen oder informativen Maßnahmen diese Risiken reduziert werden. Wenn steuerungstechnische Schutzmaßnahmen eingesetzt werden, beschreibt das Sicherheitskonzept auch die dazugehörigen Sicherheitsfunktionen.
Sie möchten ein Sicherheitskonzept erstellen oder prüfen lassen?


Schildern Sie uns kurz Maschine, Anlage, vorhandene Risikobeurteilung, geplante Schutzmaßnahmen, sicherheitsbezogene Steuerungsfunktionen und aktuelle Fragestellung. In einem ersten Gespräch klären wir, ob ein neues Sicherheitskonzept, eine Prüfung vorhandener Schutzmaßnahmen oder eine Ergänzung der technischen Dokumentation sinnvoll ist.

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Beispiel: Maschinentyp, Zielmarkt EU/UK, Hersteller/Importeur/Betreiber, vorhandene Unterlagen, aktuelles Problem.


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