Gesamtheiten von Maschinen bewerten und dokumentieren
juristech unterstützt Hersteller, Anlagenbauer, Systemintegratoren, Betreiber und Umbauer bei der Bewertung, ob mehrere Maschinen, unvollständige Maschinen oder Baugruppen als Gesamtheit von Maschinen einzuordnen sind.
Bei verketteten Anlagen, Roboterzellen, Produktionslinien oder erweiterten Bestandsanlagen ist häufig nicht sofort klar, ob jede Maschine weiterhin einzeln betrachtet werden kann oder ob eine neue CE-relevante Gesamtanlage entsteht. Entscheidend sind dabei nicht nur Liefergrenzen, Einzelmaschinen oder vorhandene Konformitätserklärungen, sondern vor allem produktionstechnischer Zusammenhang, sicherheitstechnischer Zusammenhang, Schnittstellen, Sicherheitskonzept und technische Dokumentation.
Für diese Bewertung setzt juristech das eigene Verfahren House of Conformity ein. Das Verfahren orientiert sich am Interpretationspapier des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Gesamtheit von Maschinen und macht die Einordnung grafisch nachvollziehbar.
Typische Unterstützung:
- Bewertung, ob eine Gesamtheit von Maschinen vorliegt
- Analyse von produktionstechnischem und sicherheitstechnischem Zusammenhang
- grafische Einordnung mit dem Verfahren House of Conformity
- Bewertung von Schnittstellen zwischen Einzelmaschinen, unvollständigen Maschinen und Baugruppen
- Prüfung vorhandener Konformitätserklärungen, Einbauerklärungen und Lieferantendokumente
- Abgrenzung von Einzelmaschinen, Teilanlagen und Gesamtanlage
- Unterstützung bei Risikobeurteilung, Sicherheitskonzept und technischer Dokumentation
- Dokumentationsstruktur für Anlagenbauer, Systemintegratoren, Betreiber und interne Freigaben
Wann ist die Bewertung einer Gesamtheit von Maschinen erforderlich?
Eine Bewertung wird erforderlich, wenn mehrere Maschinen, unvollständige Maschinen, Baugruppen oder technische Einrichtungen zu einer Anlage verbunden werden und gemeinsam eine Produktionsaufgabe erfüllen.
Typische Auslöser sind:
- verkettete Produktionsanlagen
- automatisierte Fertigungszellen
- Roboterzellen und Handhabungssysteme
- Maschinen mit Zuführungen, Fördertechnik oder Übergabestationen
- Anlagen mit mehreren Lieferantenanteilen
- Integration unvollständiger Maschinen
- Umbau oder Erweiterung bestehender Anlagen
- Retrofit mit neuen Maschinen, Steuerungen oder Sicherheitseinrichtungen
- Übernahme einer Anlage durch einen Generalunternehmer oder Systemintegrator
- unklare Verantwortung zwischen Betreiber, Lieferanten und Anlagenbauer
- fehlende oder widersprüchliche Lieferantendokumentation
- Kundenabnahmen, Audits oder Behördenrückfragen
Ziel ist eine belastbare Einordnung: Handelt es sich um unabhängig zu betrachtende Einzelmaschinen oder um eine Gesamtheit von Maschinen, für die eine übergreifende Konformitätsbewertung, Risikobeurteilung und Dokumentation erforderlich wird?
Was umfasst die Bewertung einer Gesamtheit von Maschinen?
Die Bewertung ist kein reiner Formalakt. Sie verbindet technische Analyse, Schnittstellenbewertung, Risikobeurteilung, Sicherheitskonzept, Lieferantendokumentation und Konformitätsunterlagen.
Anlagen- und Lieferumfang abgrenzen
Zunächst wird geklärt, welche Maschinen, unvollständigen Maschinen, Baugruppen, Komponenten und Steuerungssysteme zur betrachteten Anlage gehören.
Typische Inhalte:
- Anlagenlayout- Einzelmaschinen und Teilanlagen
- unvollständige Maschinen
- Baugruppen und Komponenten
- Liefergrenzen
- Verantwortlichkeiten
- Betreiber-, Hersteller- und Integratorrollen
- vorhandene Konformitätserklärungen und Einbauerklärungen
Konformitätsstatus der Einzelbestandteile prüfen
Bevor die Gesamtanlage bewertet werden kann, muss klar sein, welchen Status die einzelnen Maschinen und Komponenten haben. Gültige Konformität, Bestandssituation, Einbauerklärungen oder fehlende Nachweise müssen sauber unterschieden werden.
Typische Inhalte:
- EU-Konformitätserklärungen
- UK Declaration of Conformity
- Einbauerklärungen
- Herstellerangaben
- CE-/UKCA-Kennzeichnung
- Normenlisten
- Betriebsanleitungen
- Lieferantendokumentation
- fehlende oder widersprüchliche Unterlagen
House of Conformity anwenden
Das von juristech entwickelte Verfahren House of Conformity macht die Bewertung grafisch nachvollziehbar. Es stellt Maschinen, Baugruppen, Richtlinien, Verordnungen, Konformitätsstatus und Zusammenhänge in einer strukturierten Übersicht dar.
Dadurch wird sichtbar, wo gültige Konformität vorliegt, wo Bestandssituationen zu berücksichtigen sind, wo nur Einbauerklärungen vorhanden sind und wo Nachweise fehlen oder nicht plausibel sind.
Typische Inhalte:
- grafische Darstellung der Anlagenstruktur
- Zuordnung von Maschinen und Baugruppen
- Status vorhandener Konformitätserklärungen
- Darstellung fehlender oder unklarer Nachweise
- Zuordnung relevanter Richtlinien und Verordnungen
- Visualisierung von produktionstechnischen Zusammenhängen
- Visualisierung von sicherheitstechnischen Zusammenhängen
- Grundlage für Abstimmung mit Projektleitung, Lieferanten und Betreiber
Produktionstechnischen Zusammenhang bewerten
Bei Maschinen und Anlagen ist die Risikobeurteilung ein zentraler Bestandteil. Gefährdungen, Schutzmaßnahmen, Restrisiken und Benutzerinformationen müssen nachvollziehbar bewertet und dokumentiert werden.
- Sind die Maschinen räumlich und funktional zusammenhängend angeordnet?
- Wirken die Maschinen gemeinsam auf ein Produktionsziel hin?
- Gibt es eine gemeinsame oder übergeordnete Steuerung?
- Werden die Maschinen als Gesamtheit betätigt?
- Gibt es gemeinsame Betriebsarten, Start-/Stop-Funktionen oder Prozessabläufe?
- Sind Übergaben, Materialfluss oder Prozessschritte voneinander abhängig?
Das House of Conformity kann diesen Zusammenhang grafisch darstellen und damit die Einordnung nachvollziehbar machen.
Sicherheitstechnischen Zusammenhang bewerten
Neben dem produktionstechnischen Zusammenhang ist entscheidend, ob zwischen den Maschinen sicherheitstechnische Zusammenhänge bestehen. Dabei geht es insbesondere um Gefährdungen, die an Schnittstellen entstehen oder von einer Maschine auf eine andere Maschine wirken können.
- Können Gefährdungen einer Maschine Personen im Bereich einer anderen Maschine gefährden?
- Entstehen Risiken an Übergabestellen, Schnittstellen oder gemeinsamen Schutzbereichen?
- Sind Sicherheitsfunktionen maschinenübergreifend wirksam?
- Greifen Schutzeinrichtungen, Verriegelungen oder Not-Halt-Funktionen über einzelne Maschinen hinaus?
- Müssen Einzelmaschinen in ein gemeinsames Sicherheitskonzept eingebunden werden?
- Können Schnittstellenrisiken durch einfache Schutzmaßnahmen ausreichend reduziert werden?
- Müssen Risiken übergreifend in einer Anlagen-Risikobeurteilung bewertet werden?
Gerade der sicherheitstechnische Zusammenhang entscheidet häufig darüber, ob eine Gesamtbetrachtung erforderlich wird.
Schnittstellen und Sicherheitskonzept bewerten
Bei Gesamtheiten von Maschinen entstehen viele Risiken nicht innerhalb einer einzelnen Maschine, sondern an Schnittstellen: Übergaben, Zuführungen, gemeinsame Schutzbereiche, Steuerungsschnittstellen, Energieversorgung, Betriebsarten oder Wartungszugänge.
- Schnittstellenliste
- Materialfluss und Übergabestellen
- gemeinsame Gefahrenbereiche
- Schutzbereiche und Zugangskonzepte
- Not-Halt- und Verriegelungskonzepte
- sicherheitsbezogene Steuerungsfunktionen
- Betriebsarten und Sonderbetriebsarten
- Verantwortlichkeiten zwischen Lieferanten und Integrator
- offene Punkte für Risikobeurteilung und technische Dokumentation
Technische Dokumentation der Gesamtanlage strukturieren
Wenn eine Gesamtheit von Maschinen vorliegt, müssen die Unterlagen der Einzelmaschinen, Lieferantenunterlagen, Risikobeurteilung, Sicherheitskonzept und Konformitätserklärung in eine nachvollziehbare Dokumentationsstruktur überführt werden.
- Dokumentenliste
- Anlagenbeschreibung
- Lieferantendokumentation
- Betriebsanleitungen
- Risikobeurteilung der Gesamtanlage
- Schnittstellenbewertung
- Sicherheitskonzept
- Normen- und Richtlinienübersicht
- Konformitätserklärung der Gesamtanlage
- offene Punkte und Maßnahmenplan
So läuft die Zusammenarbeit ab
Welche Ergebnisse erhalten Sie?
Je nach Projektumfang erhalten Sie eine oder mehrere der folgenden Grundlagen:
✔ Bewertung, ob eine Gesamtheit von Maschinen vorliegt
✔ grafische Einordnung mit dem House of Conformity
✔ Übersicht der Einzelmaschinen, unvollständigen Maschinen und Baugruppen
✔ Bewertung vorhandener Konformitätserklärungen und Einbauerklärungen
✔ Darstellung fehlender oder widersprüchlicher Nachweise
✔ Bewertung des produktionstechnischen Zusammenhangs
✔ Bewertung des sicherheitstechnischen Zusammenhangs
✔ Schnittstellenanalyse zwischen Maschinen und Anlagenbereichen
✔ Lückenliste für Lieferantendokumentation und technische Nachweise
✔ Maßnahmenplan für offene technische und dokumentarische Punkte
✔ Grundlage für Risikobeurteilung der Gesamtanlage
✔ Grundlage für Sicherheitskonzept und Schutzmaßnahmen
✔ Dokumentationsstruktur für Gesamtanlage, Betreiber, Lieferanten und interne Freigabe
✔ Vorbereitung oder Prüfung der Konformitätserklärung für die Gesamtanlage
Das Ziel ist eine klare, nachvollziehbare Entscheidung: Welche Teile können einzeln betrachtet werden, wo entsteht eine Gesamtanlage und welche Unterlagen sind dafür erforderlich?
Typische Praxisbeispiele
Die folgenden Beispiele zeigen anonymisierte Projektsituationen. Aus Gründen der Vertraulichkeit werden keine Kundennamen oder produktspezifischen Details genannt.
Beispielprojekte (anonymisiert)
Abgrenzung und Verantwortung
juristech unterstützt bei technischer Bewertung, grafischer Einordnung, Schnittstellenanalyse, Risikobeurteilung, Sicherheitskonzept, Dokumentationsstruktur und Nachweisaufbereitung.
Die Verantwortung für technische Umsetzung, vollständige Produktkonformität, Konformitätserklärung, Kennzeichnung und Freigabe bleibt grundsätzlich beim Hersteller, Anlagenbauer, Systemintegrator, Betreiber oder jeweils verantwortlichen Wirtschaftsakteur.
Die Bewertung einer Gesamtheit von Maschinen ersetzt keine abschließende technische Prüfung, keine Validierung sicherheitsbezogener Funktionen, keine Prüfung durch befähigte Personen oder zugelassene Stellen und keine anwaltliche Rechtsberatung oder Vertretung in rechtlichen Streitigkeiten.
Warum juristech?
Vorteil 2
Orientierung am BMAS-Interpretationspapier
Die Bewertung orientiert sich an der etablierten zweistufigen Betrachtung von produktionstechnischem und sicherheitstechnischem Zusammenhang.
Vorteil 1
Eigenes Verfahren: House of Conformity
Mit dem House of Conformity macht juristech komplexe Anlagenstrukturen grafisch nachvollziehbar. Konformitätsstatus, Richtlinienbezug, produktionstechnischer Zusammenhang und sicherheitstechnischer Zusammenhang werden sichtbar.
Vorteil 4
Verbindung von Risikobeurteilung und Dokumentation
Die Einordnung wird nicht isoliert betrachtet, sondern mit Risikobeurteilung, Sicherheitskonzept, Betriebsanleitung, Lieferantendokumentation und Konformitätserklärung verbunden.
Vorteil 3
Klarheit bei komplexen Schnittstellen
Gerade bei Anlagen mit mehreren Lieferanten, Bestandsmaschinen oder Umbauten entstehen Unsicherheiten an Schnittstellen. juristech strukturiert diese Schnittstellen technisch und dokumentarisch.
Vorteil 5
Verständliche Darstellung für Projektteams
Die grafische Darstellung erleichtert die Abstimmung mit Projektleitung, Konstruktion, Qualitätssicherung, Lieferanten, Betreiber und Management.
Vorteil 6
Modular einsetzbar
Sie können juristech für eine erste Einordnung, eine vollständige Bewertung, eine Dokumentationsprüfung oder die Begleitung der gesamten Anlagen-Konformitätsbewertung einbinden.
Häufige Fragen zu Gesamtheiten von Maschinen
Sie möchten eine Gesamtheit von Maschinen bewerten lassen?
Schildern Sie uns kurz Anlage, Maschinenumfang, Lieferantenanteile, vorhandene Unterlagen und aktuelle Fragestellung. In einem ersten Gespräch klären wir, ob eine Bewertung als Gesamtheit von Maschinen erforderlich ist und wie das House of Conformity für Ihr Projekt eingesetzt werden kann.
Direkter Kontakt
juristech Lewandowski
4 rue de la Clairière
67930 Beinheim, Frankreich
Telefon: +33 (0) 39 2280125
E-Mail: andreas.lewandowski@juristech.eu
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